Zum Inhalt

Hyper-V und Virtualisierung

Für die charly-VM lite müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Die Hardware-Virtualisierung muss für Windows verfügbar sein.
  2. Hyper-V muss in Windows installiert und aktiviert sein.

Die Einrichtung erfordert Administratorrechte und möglicherweise einen Neustart des Servers oder Virtualisierungshosts. Ansprechpartner bei Problemen mit BIOS/UEFI, dem Virtualisierungshost oder Hyper-V ist Ihr Systembetreuer, nicht der solutio Support. Zusätzlich gelten die Systemvoraussetzungen.

Virtualisierung aktivieren

Die erste Voraussetzung - Hardware-Virtualisierung muss für Windows verfügbar sein wird abhängig davon eingerichtet, wo Windows läuft. Wählen Sie genau den passenden Reiter. Wenn Sie die Umgebung nicht kennen, brechen Sie ab und wenden Sie sich an Ihren Systembetreuer.

Planen Sie eine Betriebsunterbrechung ein und speichern Sie alle offenen Arbeiten.

  1. Starten Sie den Rechner neu und öffnen Sie das BIOS/UEFI, meist mit Entf, F2, F10, Esc oder F12.
  2. Aktivieren Sie Intel Virtualization Technology, Intel VT-x, AMD-V oder SVM Mode.
  3. Speichern Sie die Änderung und starten Sie Windows.
  4. Öffnen Sie den Task-Manager und prüfen Sie unter LeistungCPU, ob Virtualisierung: Aktiviert angezeigt wird.

Diese Schritte führt der Systembetreuer auf dem Proxmox-Host aus.

  1. Aktivieren Sie die Virtualisierung im BIOS/UEFI des Proxmox-Hosts.
  2. Ermitteln Sie den Prozessorhersteller und führen Sie genau einen passenden Befehl aus.

    Intel:

    echo "options kvm-intel nested=Y" > /etc/modprobe.d/charly-nested.conf
    

    AMD:

    echo "options kvm-amd nested=1" > /etc/modprobe.d/charly-nested.conf
    
  3. Starten Sie den Proxmox-Host neu.

  4. Stellen Sie den CPU-Typ der Windows-VM auf host.
  5. Fahren Sie die Windows-VM vollständig herunter und starten Sie sie erneut.

Wichtig: Der CPU-Typ host kann Live-Migrationen zwischen Proxmox-Hosts mit unterschiedlichen Prozessoren verhindern. Der Systembetreuer muss vor der Umstellung die Kompatibilität des Clusters prüfen.

Diese Schritte führt der Systembetreuer auf dem VMware-Host aus.

VMware Workstation / Player

  1. Fahren Sie die Windows-VM vollständig herunter.
  2. Öffnen Sie die VM-Einstellungen und wählen Sie Processors.
  3. Aktivieren Sie Virtualize Intel VT-x/EPT or AMD-V/RVI.
  4. Starten Sie die Windows-VM.

VMware ESXi

  1. Fahren Sie die Windows-VM vollständig herunter.
  2. Öffnen Sie die CPU-Einstellungen der VM.
  3. Aktivieren Sie Expose hardware-assisted virtualization to the guest OS.
  4. Starten Sie die Windows-VM.

Fehlt die jeweilige Option, prüft der Systembetreuer, ob die eingesetzte VMware-Version und der Host Nested Virtualization unterstützen.

  1. Fahren Sie die Windows-VM vollständig herunter.
  2. Öffnen Sie auf dem Hyper-V-Host eine PowerShell als Administrator und führen Sie aus:

    Set-VMProcessor -VMName "NameDerVM" -ExposeVirtualizationExtensions $true
    
  3. Ersetzen Sie NameDerVM durch den tatsächlichen Namen und starten Sie die VM.

Zeigt der Task-Manager danach nicht Virtualisierung: Aktiviert, wurde die Virtualisierung nicht korrekt an Windows weitergegeben. Wenden Sie sich an den Administrator des Rechners oder Virtualisierungshosts.

Hyper-V installieren

Die zweite Voraussetzung - Hyper-V muss in Windows installiert und aktiviert sein wird eingerichtet, nachdem die Virtualisierung für Windows verfügbar ist.

Windows-Edition

Für die charly-VM lite werden nur die in den solutio-Systemvoraussetzungen genannten Windows-Editionen unterstützt. Windows Home unterstützt Hyper-V nicht.

Windows 11

  1. Öffnen Sie das Startmenü und suchen Sie nach Windows-Features aktivieren oder deaktivieren.
  2. Öffnen Sie den gefundenen Eintrag.
  3. Aktivieren Sie Hyper-V einschließlich Hyper-V-Plattform und Hyper-V-Verwaltungstools.
  4. Bestätigen Sie mit OK.
  5. Starten Sie Windows neu, sobald Sie dazu aufgefordert werden.

Alternativ in einer PowerShell als Administrator:

Enable-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName Microsoft-Hyper-V -All

Windows Server

  1. Öffnen Sie den Server-Manager.
  2. Wählen Sie VerwaltenRollen und Features hinzufügen.
  3. Wählen Sie die rollenbasierte oder featurebasierte Installation und anschließend den lokalen Server aus.
  4. Aktivieren Sie unter Serverrollen die Rolle Hyper-V.
  5. Übernehmen Sie die zusätzlich vorgeschlagenen Verwaltungstools und starten Sie die Installation.
  6. Starten Sie den Server nach Abschluss der Installation neu.

Alternativ in einer PowerShell als Administrator:

Install-WindowsFeature -Name Hyper-V -IncludeManagementTools -Restart

Installation prüfen

Führen Sie nach dem Neustart den passenden Befehl in einer PowerShell als Administrator aus.

Windows 11:

(Get-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName Microsoft-Hyper-V-All).State

Das Ergebnis muss Enabled sein.

Windows Server:

(Get-WindowsFeature Hyper-V).InstallState

Das Ergebnis muss Installed sein.

Fertig, wenn …

  • der Task-Manager Virtualisierung: Aktiviert anzeigt,
  • die passende Hyper-V-Abfrage Enabled oder Installed ausgibt,
  • Windows nach der Einrichtung neu gestartet wurde und
  • das erneut gestartete charly-Update ohne Virtualisierungshinweis fortgesetzt wird.

Schlägt die Installation trotz aktivierter Virtualisierung fehl, wenden Sie sich an Ihren Systembetreuer. Fehler wie 0x80073701 oder Die referenzierte Assembly konnte nicht gefunden werden deuten auf beschädigte oder unvollständige Windows-Feature-Quellen hin.

Weitere Informationen: Hyper-V installieren und Systemanforderungen für Hyper-V.


Version: 2.12.0

Datum der letzten Aktualisierung: 31.7.2026